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n8n Alternativen im Vergleich: Make, Zapier, Power Automate, Activepieces

Workflow-Kette mit Automatisierung für effizientere n8n Prozesse

Stand: 3. Oktober 2026. Alle Preise und Leistungsangaben stammen von den Preisseiten der Hersteller, abgerufen am 3. Oktober 2026 (Links im Abschnitt Quellen). Preise ändern sich häufig, maßgeblich ist immer die aktuelle Anbieterseite.

Die bekanntesten n8n-Alternativen für KMU sind Make, Zapier, Microsoft Power Automate und Activepieces. Sie unterscheiden sich vor allem darin, was sie abrechnen (Läufe, Schritte, Credits oder Nutzer), ob sie sich selbst hosten lassen und wo die Daten liegen. Eine für alle Unternehmen beste Lösung gibt es nicht.

  • Abrechnung: n8n zählt Workflow-Läufe, Zapier Aktionsschritte (Tasks), Make Modul-Aktionen (Credits), Activepieces Läufe (Credits), Power Automate Nutzer oder Bots
  • Selbst hosten: möglich bei n8n (Sustainable Use License) und Activepieces (Community Edition unter MIT-Lizenz), laut Preisseiten nicht bei Zapier und Make
  • Kostenlose Stufe: Zapier, Make und Activepieces haben eine, n8n Cloud nicht (dafür eine Testphase), Power Automate eine 30-tägige Testversion
  • Methode: sechs feste Kriterien, Herstellerangaben mit Quelle, keine Rangliste

Wer nach einer n8n-Alternative sucht, hat meist einen von drei Gründen: Self-Hosting ist zu aufwendig, die Lizenz passt nicht zum Vorhaben, oder eine bestimmte App-Anbindung fehlt. Dieser Vergleich zeigt mit Herstellerangaben, welches Werkzeug für welchen Fall in Frage kommt, und wo n8n trotzdem die passendere Wahl bleibt.

Hinweis in eigener Sache: Bot-Agent richtet Automatisierungen für Unternehmen ein und setzt dabei selbst n8n ein. Wir sind also nicht neutral. Deshalb gibt es hier keine Rangliste und keine Platzierung von Anbietern, sondern feste Kriterien, die Sie auf den verlinkten Herstellerseiten selbst nachprüfen können. Kein Anbieter hat für die Erwähnung bezahlt.

Wie wir verglichen haben

Verglichen werden n8n und vier verbreitete Alternativen, die kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland ohne eigene Entwicklungsabteilung einsetzen können. Ausgewählt haben wir Werkzeuge, die laut Suchanfragen häufig gemeinsam mit n8n verglichen werden, und Activepieces als selbst hostbare Open-Source-Option. Weitere Anbieter wie UiPath (eher für Desktop-Automatisierung in größeren Organisationen) sind bewusst nicht enthalten.

Bewertet werden sechs feste Kriterien:

  1. Abrechnungseinheit: Was zählt der Anbieter, und wie stark steigen die Kosten mit der Zahl der Schritte?
  2. Einstiegspreis: der günstigste kostenpflichtige Plan laut Preisseite, mit Währung und Zahlweise, wie dort angegeben
  3. Kostenlose Stufe oder Testphase laut Preisseite
  4. Selbst hosten: möglich oder nicht, mit welcher Lizenz
  5. Datenstandort: was der Anbieter auf der Preisseite dazu angibt
  6. Anzahl der Anbindungen: die Zahl, die der Anbieter selbst nennt

Nicht bewertet haben wir Bedienkomfort und Stabilität im Alltag, weil sich das ohne einen gleichen Testaufbau bei allen Anbietern nicht fair messen lässt. Angaben, die wir auf den offiziellen Seiten nicht gefunden haben, sind als „keine Angabe gefunden“ gekennzeichnet. Das heißt nicht, dass es die Funktion nicht gibt.

Die Alternativen im Überblick

Alle Angaben laut Preisseite des jeweiligen Anbieters, abgerufen am 3. Oktober 2026. n8n steht als Ausgangspunkt vorn, danach folgen die Alternativen alphabetisch. Die Reihenfolge ist keine Wertung.

Werkzeug Abrechnungseinheit Günstigster bezahlter Plan Kostenlose Stufe / Test Selbst hosten Datenstandort laut Anbieter Anbindungen laut Anbieter
n8n Workflow-Lauf (Execution), Schritte unbegrenzt Starter 20 € pro Monat bei jährlicher Zahlung (2.500 Läufe) keine kostenlose Cloud-Stufe, Testphase ohne Kreditkarte ja, Community Edition (Sustainable Use License) Cloud: EU, Server in Frankfurt über 500
Activepieces Credit je Lauf (KI-Schritte zählen mehr) Plus 20 US-Dollar pro Monat pauschal (bis 5 Nutzer) ja, 1.000 Credits pro Monat, ein Nutzer ja, Community Edition unter MIT-Lizenz EU-Cloud in Frankfurt oder eigene Server über 760
Make Credit je Modul-Aktion Core ab 9 US-Dollar pro Monat für 10.000 Credits (Zahlweise auf der Preisseite wählen) ja, 1.000 Credits pro Monat, mindestens 15 Minuten zwischen Läufen keine Angabe gefunden AWS, Regionen EU und Nordamerika über 3.000 Apps
Power Automate pro Nutzer oder pro Bot Premium 13,00 € pro Nutzer und Monat, jährliche Abrechnung, zzgl. MwSt. 30-tägige Testversion nein keine Angabe auf der Preisseite gefunden nicht geprüft
Zapier Task je erfolgreichem Aktionsschritt Professional ab 19,99 US-Dollar pro Monat bei jährlicher Zahlung (750 Tasks) ja, 100 Tasks pro Monat, zweistufige Zaps nein, reiner Cloud-Dienst keine Angabe auf der Preisseite gefunden über 9.000 Apps

Die Zahl der Anbindungen sagt wenig darüber, ob Ihre konkreten Programme dabei sind. Prüfen Sie vor der Entscheidung, ob es für Ihre wichtigsten drei Anwendungen (zum Beispiel Buchhaltung, CRM, Shop) eine fertige Anbindung gibt. Fehlt sie, lässt sich bei allen Anbietern meist eine allgemeine HTTP- oder Webhook-Anbindung nutzen, die aber mehr Fachwissen braucht.

Was die Abrechnungseinheiten in der Praxis bedeuten

Der Einstiegspreis allein führt in die Irre, weil jeder Anbieter etwas anderes zählt. Ein vereinfachtes Beispiel mit angenommenen Werten: Ein Workflow startet bei einer neuen Anfrage im Kontaktformular und führt danach vier Aktionen aus (Kontakt im CRM anlegen, Aufgabe erstellen, Bestätigungsmail senden, Nachricht ins Team-Chat). Er läuft 1.000 Mal im Monat.

Werkzeug Was gezählt wird Verbrauch im Beispiel (Näherung)
n8n ganzer Lauf = 1 Execution ca. 1.000 Executions
Zapier jede erfolgreiche Aktion = 1 Task ca. 4.000 Tasks
Make jede Modul-Aktion = 1 Credit ca. 4.000 bis 5.000 Credits, je nachdem wie der Auslöser zählt
Activepieces ein Lauf = 1 Credit, KI-Schritte mehr ca. 1.000 Credits ohne KI-Schritte
Power Automate Lizenz pro Nutzer oder Bot keine Verbrauchszählung in diesem Sinn, es gelten Nutzungsgrenzen der Lizenz

Je mehr Schritte ein Workflow hat, desto stärker wirkt sich die Zählweise aus. Bei kurzen Workflows mit ein oder zwei Aktionen ist der Unterschied gering. Bei langen Workflows mit Verzweigungen kann eine Abrechnung pro Lauf deutlich günstiger sein als eine pro Schritt. Wie sich das mit Ihren eigenen Zahlen rechnet, zeigt die Beispielrechnung im Beitrag n8n Preise und Kosten.

Activepieces, Make, Power Automate und Zapier im Einzelnen

Activepieces

Activepieces ist ein Automatisierungswerkzeug mit Open-Source-Kern: Die Community Edition steht laut Lizenzdatei im Repository unter der MIT-Lizenz, einzelne Enterprise-Bestandteile unter einer eigenen Lizenz. Die Cloud bietet laut Preisseite kostenlos 1.000 Credits im Monat für einen Nutzer, der Plan Plus kostet pauschal 20 US-Dollar im Monat für bis zu fünf Nutzer. Ein Lauf zählt als ein Credit, KI-Schritte zählen mehr. Als Standort nennt Activepieces eine EU-Cloud in Frankfurt oder eigene Server.

Passt eher, wenn Sie eine selbst hostbare Lösung mit einer klassischen Open-Source-Lizenz suchen. Weniger passend, wenn Sie auf eine sehr große Zahl fertiger Anbindungen angewiesen sind, hier nennen Zapier und Make höhere Zahlen.

Make

Make arbeitet mit einem visuellen Editor, in dem Szenarien aus Modulen zusammengesetzt werden. Laut Preisseite kostet der Plan Core ab 9 US-Dollar im Monat für 10.000 Credits, eine kostenlose Stufe mit 1.000 Credits gibt es ebenfalls, dort liegen aber mindestens 15 Minuten zwischen zwei Läufen. Make nennt über 3.000 Standard-Apps und als Hosting AWS in der EU und in Nordamerika. Selbsthosten ist auf der Preisseite nicht vorgesehen.

Passt eher, wenn Sie überschaubare Volumen haben, gern visuell arbeiten und kein eigenes Hosting wollen. Weniger passend, wenn Workflows sehr viele Schritte haben und häufig laufen, weil dann jede Aktion zählt.

Microsoft Power Automate

Power Automate gehört zur Microsoft Power Platform. Microsoft nennt auf der deutschen Preisseite den Plan Premium mit 13,00 € pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung zzgl. MwSt., dazu Process für 130,00 € pro Bot und Monat für unbeaufsichtigte Desktop-Abläufe. Eine 30-tägige Testversion ist verfügbar. Abgerechnet wird nicht nach Läufen, sondern nach Nutzern oder Bots.

Passt eher, wenn Ihr Unternehmen ohnehin mit Microsoft-Anwendungen arbeitet und Abläufe vor allem innerhalb dieser Umgebung automatisiert werden sollen, auch auf dem Desktop. Weniger passend, wenn viele Nicht-Microsoft-Dienste angebunden werden oder viele Personen Workflows bauen sollen, weil die Lizenz pro Nutzer gilt.

Zapier

Zapier ist ein reiner Cloud-Dienst und nennt auf der Preisseite über 9.000 anbindbare Apps, die größte Zahl in diesem Vergleich. Der Plan Professional beginnt laut Preisseite bei 19,99 US-Dollar im Monat bei jährlicher Zahlung mit 750 Tasks, kostenlos sind 100 Tasks im Monat mit zweistufigen Zaps. Abgerechnet wird jeder erfolgreiche Aktionsschritt.

Passt eher, wenn Sie schnell und ohne technische Vorkenntnisse starten wollen und viele verschiedene Standard-Apps verbinden. Weniger passend, wenn Workflows lang sind und oft laufen oder wenn Sie Selbsthosting brauchen. Einen ausführlichen Zweiervergleich finden Sie im Beitrag Zapier vs n8n.

Wann n8n die passendere Wahl bleibt

Für einen fairen Vergleich gehört auch die Gegenrichtung dazu. n8n zählt laut Preisseite einen ganzen Workflow-Lauf als eine Execution, unabhängig von der Zahl der Schritte. Die Cloud-Daten liegen laut n8n in der EU auf Servern in Frankfurt, und die Community Edition lässt sich selbst hosten. n8n nennt über 500 Integrationen, dazu kommen allgemeine HTTP-Anbindungen.

n8n bleibt deshalb oft passend, wenn Workflows viele Schritte haben, wenn Sie den Serverstandort selbst bestimmen wollen und wenn jemand im Unternehmen oder ein Dienstleister den Betrieb übernimmt. Zu beachten ist die Lizenz: Die Sustainable Use License erlaubt die Nutzung für eigene interne Geschäftszwecke, schränkt aber etwa den Weiterverkauf als eigenen Dienst ein. Was zum Einstieg dazugehört, beschreibt das n8n Tutorial.

In 5 Fragen zur passenden Lösung

  1. Wie viele Schritte haben Ihre Workflows, und wie oft laufen sie? Rechnen Sie den Monatsverbrauch in der Einheit jedes Anbieters aus, nicht nur den Einstiegspreis.
  2. Welche drei Anwendungen müssen unbedingt angebunden sein? Prüfen Sie im App-Verzeichnis des Anbieters, ob es eine fertige Anbindung gibt.
  3. Wo dürfen die Daten verarbeitet werden? Klären Sie, ob eine EU-Region reicht oder ob Sie selbst hosten wollen.
  4. Wer betreibt die Lösung? Selbsthosting spart Lizenzkosten, braucht aber Zeit für Updates, Sicherungen und Überwachung.
  5. Wie viele Personen bauen Workflows? Bei Lizenzen pro Nutzer steigt der Preis mit dem Team, bei Pauschalen nicht.

Welche Abläufe sich für den Einstieg überhaupt eignen, zeigt der Leitfaden Workflow-Automatisierung für KMU.

Datenschutz: was Sie bei jedem Anbieter prüfen sollten

Sobald ein Workflow personenbezogene Daten verarbeitet, etwa Namen und E-Mail-Adressen aus einem Formular, brauchen Sie in der Regel einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit dem Anbieter. Prüfen Sie außerdem, in welcher Region die Daten verarbeitet werden und ob Daten in Länder außerhalb der EU übertragen werden. Die Angaben zum Datenstandort in der Tabelle oben stammen nur von den Preisseiten; ausführlichere Informationen stehen meist im Trust- oder Datenschutzbereich der Anbieter. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung, die Bewertung hängt vom Einzelfall ab.

Quellen

Alle Seiten abgerufen am 3. Oktober 2026.

Häufig gestellte Fragen

Welche n8n-Alternative ist die beste?

Eine allgemein beste Alternative gibt es nicht, deshalb enthält dieser Vergleich keine Rangliste. Zapier hat laut Anbieter die meisten fertigen App-Anbindungen, Make rechnet bei kleinen Volumen günstig ab, Power Automate passt in Microsoft-Umgebungen, Activepieces ist in der Community Edition unter MIT-Lizenz selbst hostbar. Entscheidend sind Ihr Volumen, Ihre Apps und wer den Betrieb übernimmt.

Gibt es eine kostenlose Alternative zu n8n?

Ja, mit Grenzen. Zapier (100 Tasks pro Monat), Make (1.000 Credits pro Monat, mindestens 15 Minuten zwischen Läufen) und Activepieces (1.000 Credits pro Monat, ein Nutzer) haben laut Preisseiten kostenlose Stufen. Die Activepieces Community Edition lässt sich zudem selbst hosten. Auch n8n selbst ist als Community Edition kostenlos selbst hostbar, Server und Betrieb kosten aber Zeit und Geld.

Ist n8n Open Source?

Nicht im Sinne einer von der OSI anerkannten Open-Source-Lizenz. n8n steht unter der Sustainable Use License, die n8n selbst als fair-code bezeichnet. Sie erlaubt die Nutzung für eigene interne Geschäftszwecke sowie private und nicht kommerzielle Zwecke, schränkt aber zum Beispiel den Weiterverkauf als Dienst ein.

Wo liegen die Daten bei den Anbietern?

Laut Preisseiten: n8n Cloud speichert in der EU auf Servern in Frankfurt, Activepieces bietet eine EU-Cloud in Frankfurt, Make nennt AWS mit den Regionen EU und Nordamerika. Auf den Preisseiten von Zapier und Power Automate fanden wir keine Angabe zum Datenstandort. Beim Selbsthosten bestimmen Sie den Standort selbst. Ob das für Ihre Daten ausreicht, ist eine Frage des Einzelfalls.

Warum lassen sich die Preise nicht direkt vergleichen?

Weil die Anbieter unterschiedlich zählen. n8n zählt einen ganzen Workflow-Lauf als eine Execution, Zapier jeden erfolgreichen Aktionsschritt als Task, Make jede Modul-Aktion als Credit, Activepieces einen Lauf als Credit (KI-Schritte zählen mehr), Power Automate rechnet pro Nutzer oder pro Bot ab. Rechnen Sie deshalb mit Ihrem eigenen Workflow nach.

Hinweis: Mit KI-Unterstützung erstellt und automatisiert geprüft (Regel- und Qualitätsprüfung; Kennzeichnung gemäß EU AI Act Art. 50). Der Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Fachberatung.

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